Sonntag, 18. Oktober 2009

trainingslager darmstadt

nachdem ich die tage mittwoch und freitag insgesamt über 16 stunden im auto sitzend auf den autobahnen dieser republik verbracht habe (mittwoch von wiesbaden nach berlin und freitag wieder zurück) und somit in der zeit auch kein training möglich war, sollte das nun am wochenende in darmstadt nachgeholt werden. da sich jedoch schon so ziemlich alle mitglieder aus unserem team in der winterpause befinden oder gerade erst wieder mit dem training begonnen haben, war sascha und mir schon vorher klar, dass sich wahrscheinlich eine zweiklassengesellschaft ergeben wird. und so war es auch. nachdem wir dieses mal überpünktlich waren (wir waren am samstag um 8:45uhr im sports-café obwohl erst um 9uhr treffpunkt war!!!!!!! - zur anmerkung sei noch erwähnt, dass ich die nacht von freitag auf samstag bei sascha verbracht habe und wir dann, wie eigentlich fast immer, eine fahrgemeinschaft nach darmstadt gebildet haben) und wir die zimmer bezogen hatten, ging es gleich zur schwimmhalle weiter. dort stand techniktraining mit dieter bremer auf dem plan. sascha und ich haben uns dann allerdings sofort ausgeklinkt und wir sind "strecke geschwommen", da wir ja bis zum IM noch jeden kilometer in den armen benötigen. ich wusste ja, dass wir da nicht nur zum planschen sind aber dass es am ende soooo anstrengend wird, hätte ich nicht gedacht. nach 350m einschwimmen sind wir insgesamt 4km intervalle geschwommen, die sich wie folgt aufgeteilt haben:

4x500m alle 10 min ab
8x200m alle 8 min ab
4x100m alle 2 min ab.

anschließend noch 150m ausschwimmen und wir waren bei 4,5km. man, was war ich danach fertig. ich bekam meine arme kaum mehr hoch. ich weiß garnicht, wann ich das letzten mal soviel geschwommen bin. ich glaube, das war vor 4jahren beim 24h-schwimmen in münchen. aber sonst kann ich mich nicht dran erinnern. egal, für den kopf war die einheit schonmal ganz wichtig und ich habe es sogar geschafft, dass sascha immer in schlagweite (nie weiter als 10m vor mir) war. er meinte hinterher auch, dass ich im schwimmen gute fortschritte gemacht habe aber ich denke mal eher, er hat es etwas ruhiger angehen lassen, um mich nicht zu demoralisieren.
nach dem schwimmen gab es dann belegte brötchen von jameel im sports-café und nach einer kurzen zeit des verdauens ging es mit den rädern weiter. hier bildeten sich auch schnell wieder 2 gruppen. bedingt durch den trainingszustand und auch durch das material. sascha und ich fuhren mit crossern und die anderen mit mtbs. das macht im wald schon einen riesigen unterschied. nach einer knappen stunde drehte die mtb-gruppe dann um und war sicher froh, nicht weiter hinter uns heißdüsen hinterher zu radeln ;) wir brachten es dann noch auf 77km, was mit dem crosser auf waldwegen nicht wirklich wenig ist. damit konnte der tag (zumindest was den sportlichen teil angeht - im anschluss an das abendmahl folgte noch eine organisatorische "trainingseinheit") erfolgreich beendet werden. auf der einen seite war ich zufrieden mit dem tagespensum, hatte aber auch angst, dass ich mich am donnerstag auf der beerdigung meines papas erkältet habe, da ich mich den ganzen tag schon total schlapp fühlte. normalerweise fühle ich mich genau so, wenn ich krank werde.
sonntag früh bestätigte sich das aber nicht. ich war einfach nur kaputt vom training und auch das trainingslager steckt sicher noch in den knochen. wäre ja auch verwunderlich, wenn ich schon wieder alles verarbeitet hätte. nach dem gemeinsamen frühstück stand dann erst die anprobe der neuen wettkampfbekleidung für die kommende saison 2010 an und dann ging es mit dieter auf die bahn zum gemeinsamen lauftechnik-training (also u.a. lauf-abc). obwohl wir nur kurze strecken absolvierten und der schwerpunkt wirklich auf der richtigen technik lag, kamen 6,5km zusammen. anschließend kurz umziehen und dann quälte sascha uns eine gute stunde mit dem theraband (umgangssprachlich nur noch: terrorband). mir tun jetzt körperpartien weh, von denen ich bisher nicht wusste, dass es sie gibt. DANKE SASCHA! ;) aber wenn es schnell macht, mache ich auch das... sascha hat dann nahtlos an dieter übergeben, der noch eine halbe stunde mit uns diverse dehnübungen machte, die vorallem die zuvor geschundenen bereiche nochmal schön nachbearbeiteten. nach dem folgenden mittag reiste dann fast die komplette meute ab und wir waren mal wieder auf uns gestellt. aber es gesellte sich noch ein neuzugang aus berlin (willkommen im team, marco) dazu, der auch noch 20km mit uns laufen wollte. solchen leuten stehen wir natürlich immer mit offenen armen gegenüber und wie sich am WE zeigte, hat marco auch was drauf (vorallem beim laufen), passt zwischenmenschlich gut in die truppe und er hat auch den eignungstest bestanden: eine nacht bei sascha und mir im zimmer. aber wäre auch erstaunlich, wenn er das nicht geschafft hätte. immerhin kommt marco aus neukölln... mehr muss ich nicht sagen, oder?! der ist überlebenskampf gewöhnt ;) und ich bin auch froh, mal jemandem aus der heimat im team zu haben... die 20km taten dann wirklich ziemlich weh, was auch dem training vom ganzen WE und vorallem saschas terrorbandeinheit geschuldet war. wir liefen mit ach und krach unter einem 5er schnitt (exakt 4:58min/km) aber wir müssen ja nicht jetzt schnell sein.

alles in allem war das mal wieder ein sehr ergiebiges WE, auch im hinblick auf die planung für 2010. für die kommende saison wurden einige wichtige dinge mit vertretern von roche und auch innerhalb des teams besprochen und trainingstechnisch war es wieder ein mosaiksteinchen für arizona. und was das wichtigste ist: ich bin bis jetzt gesund geblieben. trotz des doch echt beschissenen wetters hier. vor einer woche hatten wir noch 30grad und diese woche musste ich mit sturmhaube, winterhandschuhen und winterüberschuhen fahren. brrrrrrrrrrrrr. aber das wetter soll ja kommende woche nochmal besser werden. ich hoffe es inständig.

wta (stand 18.10.09)
schwimmen: 70,5km
rad: 2.085,88km
laufen: 567,0km

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