
der gestrige tag war nochmal vollgepackt mit jeder menge stress, allerdings positiver art. eigentlich wollte ich ja mit dem heli über bzw. durch den grand canyon fliegen aber daraus wurde leider nix, da alle helis ausgebucht waren. ich überlegte deshalb, was ich nun mache und hatte 2 optionen: nr.1) fallschirmsprung über las vegas oder nr.2) so zum canyon fahren und mir das ganze zu fuß anschauen. ich entschied mich für letztere option, da mir von irgendwem eingeflüstert wurde, dass ich den sprung doch auch in deutschland machen kann... ;) also fuhr ich richtung canyon und passierte nach knapp 30 meilen den hoover dam (siehe bild 2 und 3). eigentlich war dort gar kein stop vorgesehen aber ich war schon beim drüberfahren mit dem auto sooo begeistert, dass ich auf jeden fall aussteigen MUSSTE. echt gigantisch, zu was die baukunst fähig ist. ich ließ mich nicht treiben aber vertrödelte auch keine zeit und fuhr nach einer kurzen pause schnurstracks zum grand canyon weiter. die beschilderung war gut allerdings war die fahrt sehr langweilig, da die straße mitten durch die wüste führte und kaum autos unterwegs waren. selbst, als ich dem canyon immer näher kam und zumindest touris erwartete, waren kaum autos zu sichten. irgendwann war dann die straße zu ende, ging in eine kaum befahrbare schotterpiste über und ich hatte echt schiss, mich mitten in der wüste verfahren zu haben, da ich auch keine auto sah. glücklicherweise war ich jedoch weiter auf dem richtigen weg... angekommen stellte sich die situation jedoch anders dar, als ich es erwartete. ich musste mein auto parken und hatte nur die möglichkeit, mit einem kostenpflichtigen bus weiter zu fahren. nix da mit zu fuß gehen. also biss ich in den sauren apfel und da ich schonmal da war, buchte ich gleich das komplettpaket (bustour + skywalk) für 75,10 dollar. happig, sag ich nur. nach knapp 2 meilen waren wir dann am skywalk und ich war allein von der ansicht begeistert. leider durfte man dort keine fotos machen (sie haben einem am eingang alles abgenommen - handies, cams, taschen etc. - und dann musste man nochmal durch eine detektorenschleuse. so wurde mir meine cam, die ich reinschmuggeln wollte, auch wieder abgenommen). man bekam dann überschuhe und befand sich dann direkt über dem grand canyon. der boden war aus glas und ich war soooo froh, dass ich das ganze paket gebucht hatte. ich war alleine dort (scheinbar keine tourizeit?) und genoss es einfach nur. die fotografen, die noch da waren, machten dann sooooo geniale fotos (siehe u.a. das letzte), dass ich für diese stolze 107 dollar zahlte, sie dafür aber auf nem usb-stick bekam und damit nun machen kann, was ich will. das war es mir wert und es ist ne einmalige sache. nach dem skywalk ging es per bus (die fuhren alle 20 minuten und man konnte soviel zeit dort verbringen, wie man wollte. man wurde also nicht gehetzt) weiter zur nächsten station, wo ich dann den sonnenuntergang über dem canyon erlebte. allein die vielen farben und das licht waren überwältigend (bild 1 und 4). mittlerweile war es auch ganz schön kalt und ich war dann froh, dass es, nachdem die sonne untergegangen war, mit dem bus wieder zurück ging. was für ein tag... ich war zwar ziemlich kaputt aber auch sehr froh, zum canyon gefahren zu sein.
jetzt gab es nur noch ein kleines problem: ich musste noch zurück nach phoenix bzw. scottsdale, wo mein radkoffer stand und von wo mein flieger zurück in die heimat geht. und das waren deutlich über 400km. aber erstaunlicherweise konnte ich diese in einem ritt durchfahren (ein kleiner stopp beim großen M inklusive) und war dann kurz vor mitternacht ortszeit in scottsdale. da ich dann aber sooo müde war und keine lust hatte, im motel zu schlafen, nächtigte ich erneut im auto und war nachts nur einmal wach. kein wunder, hier war es nachts nicht so kalt, dass ich nicht frieren musste. heute morgen erbettelte ich mir im marriott noch ne dusche, ließ mir ein großraumtaxi für mein gepäck rufen (der fahrer sprach echt schlechter englisch als ich und fragte mich zum ende sogar, wieso ich als deutscher so gut englisch spreche und die anderen deutschen nicht. dinge gibt es. ich verkniff mir, ihn zu fragen, wieso er so schlecht englisch spricht, die anderen taxifahrer aber nicht *lach*) und nun sitze ich nach erfolgreichem check-in meines gepäcks im starbucks am flughafen und warte auf den flieger, der in 2,5 stunden geht. zuerst nach charlotte und von dort weiter nach frankfurt.
abschließend lässt sich sagen, dass es wirklich sehr erlebnisreiche 3 wochen in den usa waren und ich sicher wiederkommen werde. nicht wegen den leuten, die nicht so mein fall sind (mike ausgenommen! der ist der coolste und fetzigste ami, den ich kenne und ich bin soooo froh, dass er die erste hälfte der reise fast immer bei uns war und uns auch seinen pick-up und camper gegeben hat. wenn ich an ihn denke, muss ich immer an culcha candela denken: "du bist hamma...!" *grins*) aber wegen des landes, seiner natur und der riesigen städte. das fasziniert und interessiert mich auf alle fälle. sportlich war die reise auch ok, wenngleich ich mir doch was anderes erträumt habe aber in anbetracht der letzten monate ist ein sub10-finish eben das maximum gewesen... so what! :)
ich freue mich jetzt wieder auf die heimat und auf leckeres essen: schwarzbrot steht ganz oben auf meiner liste und mir wurde für den tag meiner ankuft gulasch mit klößen versprochen. das wird lecker... *freu*
ich verabschiede mich jetzt erstmal aus den usa, melde mich aber sicher zukünftig auch regelmäßig auf diesem sender. weiterhin viel spaß beim lesen und bis bald,
euer lollo
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