Montag, 11. Januar 2010

ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhh

so, nachdem im neuen jahr ja alles besser werden sollte, zweifel ich nach den ersten tagen schon, ob dem auch wirklich so werden wird. zuerst die erneute angina mit verbundener antibiotikaeinnahme und dann passierte mir heute (wobei, es war mittlerweile schon gestern) ein weiteres missgeschick, was nun dazu führte, dass ich um kurz vor drei uhr am morgen noch immer nicht im bett liege, weil ich vor lauter schmerzen nicht schlafen kann :(

ich habe mir, nachdem ich das auto mit dem besen von den schneemassen befreit und die abdeckplane zum schutz gegen vereiste scheiben am morgen angebracht habe, den linken daumen beim zumachen der tür eingeklemmt. ich wollte ihn reflexartig wieder rausziehen aber er steckte so fest zwischen tür und auto, dass ich keine chance hatte. und da die tür schon verriegelt war und ich über keine fernbedienung am schlüssel zum öffnen der tür verfüge, musste ich erst den schlüssel wieder ins schloss fummeln, aufschließen und dann konnte ich die tür öffnen und meinen daumen "freilassen". das ganze dauerte eine gefühlte ewigkeit und so langsam ließ das adrenalin auch nach und der schmerz setzte sich immer stärker durch. ich hielt den ziemlich deformiert aussehenden daumen sofort in den in unendlichen mengen vorhandenen schnee aber der schmerz ließ nicht nach. im gegenteil. er wurde immer schlimmer. im laufe des abends war die blaue farbe unter dem nagel immer stärker zu sehen, jedoch gewöhnte ich mich ein bissl an den schmerz und hoffte, dass wird nach ein paar stunden wieder weggehen. aber pustekuchen. warum sollte es auch so sein?
als ich dann ins bett ging und der körper so langsam zur ruhe kam, hatte ich das gefühl, die schmerzen nehmen zu. ich nahm in meiner verzweiflung noch 2 aspirin aber die wirkten kein bisschen, sodass ich wieder aufgestanden bin, um mich abzulenken. an schlaf ist sicher nicht mehr zu denken. ich habe eben auch gelesen, dass man den nagel wohl aufbohren muss, da das blut unterm nagel ziemlichen druck ausübt, was die schmerzen verursacht. und sobald der nagel aufgebohrt ist, nimmt der druck wohl ab und damit auch die schmerzen. also sollte es nicht besser werden, werd ich wohl nicht um die bohrmaschine herum kommen...

update:


es ist nun kurz vor 5 am montag morgen und da die schmerzen zwischenzeitlich so stark wurden, entschloss ich mich, ins krankenhaus zu fahren (bzw. mich von christin fahren zu lassen) und abzuklären, was mit dem daumen nun ist. zum glück waren die straßen einigermaßen frei und die notfallambulanz auch leer, sodass ich gleich rangekommen bin. zuerst wurde der daumen geröntgt (zum glück ist nix gebrochen) und dann meinte der doc zu mir, dass ich zur ruhigstellung des daumens einen dicken verband bekomme und schmerzmittel einnehmen soll und morgen sollte dann eigentlich alles besser sein. sollte dem nicht so sein, muss ich nochmal hin und der nagel wird aufgebohrt. jedoch würde er das nur machen wollen, wenn die konservative behandlung der ruhigstellung nicht anschlägt. also schlucke ich nun pillen en masse (schmerzmittel und antibiotika), kühle den daumen mit eis und hoffe, dass die schmerzen zurückgehen... auf der fahrt vom krankenhaus nach hause meinte christin mit einem augenzwinkern nur: "sag mal, kann es sein, dass du derzeit nicht gerade eine glückssträhne hast?" wie recht sie doch (leider) hat...

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