Sonntag, 20. Juni 2010

endlich mal ein wirklich sportliches WE

das wochenende begann mit dem sieg der serben bei der fußball-wm so gut, besser hätte ich es mir selber nicht vorstellen können. nach dem spiel habe ich mich dann noch voll mit adrenalin und glückshormonen auf mein rad gesetzt und bin anderthalb stunden durch die gegend gefahren und habe an jeder ampel die leute, die gerade mit ihren autos und den peinlichen deutschland-fahnen auf dem weg vom public-viewing nach hause waren, ausgelacht und ganz laut SERBIEN, SERBIEN gebrüllt. oh man, man kann das durchaus auch intervall-training nennen, was ich anschließend machte, denn die meisten wurden auf einmal sowas von aggressiv und wollten mich teilweise fast von der straße drängen. aber so ist das nunmal mit schlechten verlierern... ;)

eigentlich wollte ich am abend dann noch hier im nachbarort beim mittsommernachtslauf über 10km starten aber da kam dann ein kreislaufzusammenbruch dazwischen (nicht bei mir) und da war es selbstverständlich, dass ich auf den start verzichte. es gibt eben doch noch deutlich wichtigere dinge als sport...

dafür habe ich dann samstag wieder in die pedale getreten und zu meiner bisher längsten ausfahrt des jahres (82km) angesetzt. ich traf mich in schierstein mit 2 LCO´lern und dann ging es zusammen nach rüdesheim, die startunterlagen für den heutigen rieslingman abholen, und anschließend wieder zurück. danach war ich aber auch wirklich platt. eigentlich nicht die perfekte vorbereitung für nen wettkampf aber da der rieslingman nicht mein jahreshöhepunkt ist, kann man das auch mal verkraften. wichtiger war es wirklich, mal ein paar kilometer in die beine zu bekommen und wenn meine trainingsaufzeichnungen stimmen (ich muss das nochmal überprüfen), dann bin ich nun auch 4stellig, was meine radkilometer in diesem jahr angeht. am 19.06. habe ich das geschafft. wahnsinn ;) normalerweise habe ich sonst schon spätestens ende februar mehr als 1.000 radkilometer in den beinen. aber egal, dieses jahr werde ich eh nix mehr reißen und im nächsten jahr sieht es dann wieder anders aus.

nach einer doch recht kurzen nacht klingelte dann heute früh um 5:30uhr der wecker. an einem sonntag *kotz* aber da die parkplätze in rüdesheim in der nähe des start-ziel-bereiches begrenzt sind, wollte ich lieber ein bissl früher da sein. ich war dann um kurz vor 7 uhr dort, hatte nen guten parkplatz und stellte dann fest, dass ich erst in der letzten startgruppe um 11:15 uhr starte. so ein käse. also habe ich gleich um 7 uhr mein rad eingescheckt, bin zum auto zurück, habe mir mit 6 decken ein bettchen gebaut und mich dann nochmal zweieinhalb stunden hingelegt. das tat wirklich gut. und pünktlich zum start war ich dann einigermaßen ausgeschlafen und es konnte losgehen. als einer der wenigen starter auf der sprintdistanz war ich ohne neo im wasser. aber der veranstalter meinte gestern, dass das wasser wirklich sehr warm sei und er auch ohne neo schwimmen würde. und da der zeitgewinn auf den ausgeschriebenen 500m sicher geringer ist als die zeit, die ich zum ausziehen benötige, ließ ich die "pelle" weg. zwar war es zu beginn noch recht frisch aber spätestens mit dem startschuss war es angenehm und keinesfalls zu kalt. mit dem schwimmen war ich dann ziemlich zufrieden, wenngleich die strecke anhand der geschwommenen zeiten mind. 600m lang war. aber egal. in der wechselzone überholte ich dann gleich mal mindestens 5 leute und was dann folgte, habe ich auf einer sprintdistanz noch nicht erlebt. die radstrecke war wirklich sowas von knackig, dass ich manchmal schon absteigen und mein rad aus frust in die weinberge feuern wollte. aber das geht ja auch nicht, sodass ich weiter fuhr. klar, wo es hoch geht, gehts auch irgendwo wieder runter aber das problem hierbei war, das die qualität der wege (straßen kann man dazu kaum sagen) so schlecht war, dass man auch hier hoch konzentriert sein musste. ich glaube, ich habe während der ganzen 20km keine minute auf dem aerolenker gelegen und ich bin wirklich froh, dass ich weder mein triarad noch meine aerolaufräder am start hatte, sondern nur mein normales rennrad. das war wirklich die beste wahl. beim laufen ließ ich es dann nochmal richtig krachen und nur der spätere sieger hatte eine schnellere laufzeit als ich. damit kann ich also genauso zufrieden sein wir mit dem gesamtergebnis. ich belegte am ende in 1:16h den 7. platz in der gesamtwertung und gewann meine altersklasse. ich glaube, das ist mir zuvor in 50 triathlons noch nicht gelungen. leider war ich zur siegerehrung nicht mehr vor ort (ich bin unmittelbar nach dem zieleinlauf wieder nach hause gefahren), sodass ich nicht weiß, ob ich evtl. noch irgendeinen preis gewonnen habe. schade eigentlich aber nun nicht mehr zu ändern.

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